Auf der Suche nach einer Fleecejacke

HerbstwaldSo langsam aber sicher macht sich der Herbst bemerkbar. Die Tage werden kürzer und die Temperaturen fallen nachts schon Richtung Gefrierpunkt ab. Die Blätter verändern ihre Farbe und bilden auf den Wald- und Gehwegen einen bunten Teppich.
Für uns Waldläufer heißt das warm anziehen und für jede Wetterlage gerüstet sein. Ein eisiger Wind oder ein plötzlicher Regenschauer sind in diesen Tagen keine Seltenheit, aber andererseits auch eine schöne Abwechslung zu 30 Grad im Schatten. Zumindest geht es mir so, denn die Herbstzeit ist mit eine meiner schönsten Jahreszeiten, direkt nach dem Winter.

Wie jedes Jahr begebe ich mich frühzeitig auf die Suche nach passender Kleidung, die ich für die kommende Wintersaison geplant habe und gebrauchen kann. Diesmal war ich auf der Suche nach einer Fleecejacke, einmal als Zwischenschicht unter der dicken Winterjacke, aber auch als Übergangsjacke für die milden Tage.

Meine Anforderungen sahen folgendermaßen aus:

- so leicht wie möglich
- schnelltrocknend
- unauffällig (schwarz)
- mit Kragen
- unter 80 Euro
- zwei Vordertaschen
- Gummizug am Saum

Gesucht und gefunden
Nach langer Suche, lesen unzähliger Tests und Aufbau von Hintergrundwissen zu Fleecematerial bin ich letztendlich bei der Firma The North Face hängen geblieben. Nach weiterer Eingrenzung und Recherche habe ich mich mich dann für die 100 New Glacier Full Zip Jacket entschieden.

Wärme ohne Gewicht
war das Ziel meines Einkaufs und ich kann es voll und ganz bestätigen! Bisher hatte ich lediglich ein Kurzarm-Shirt unter der Jacke getragen und wurde selbst bei unter 5 Grad angenehm gewärmt ohne in Schweiß zu baden. Das geringe Gewicht, kombiniert mit dem atmungsaktiven Polartec Fleecestoff wirkt wunderbar klimaregulierend.

Nach dem ersten Waschgang war die Jacke in unter einer Stunde vollständig durchgetrocknet und wieder einsatzbereits, es haben sich lediglich wenige Fussel gebildet. Ich gehen davon aus, dass dies am ersten Waschgang lag. Das Material und die Größe blieben unverändert und die Fleecejacke ist genauso flauschig wie nach dem auspacken.
Ich bin immernoch begeistert von der Qualität und vor allem dem Tragekomfort der Jacke, sie wird im Winter definitiv mein ständiger Begleiter. Entweder am Mann oder im Rucksack.

Was ist eigentlich Fleece?
Fleece, was im Deutschen übersetzt soviel wie Flausch bedeutet, ist ein Stoff der aus Polyester gefertigt wurde. Je nach Hersteller werden dazu beispielsweise gerne recyclete PET Flaschen oder anderer Kunststoff verwendet.
WICHTIG: Fleece wird gerne mit dem deutschen Wort Vliesstoff verwechselt. Vlies wird allerdings aus einer Endlosfaser, einer begrenzent Faser oder geschnittenen Garnen hergestellt, während Fleece eine Maschenware ist. Hierbei werden mit Fäden gebildetet Schleifen ineinandergeschlungen.

Fleece wurde erst im Jahr 1979 in den USA vorgestellt und wird seitdem in erster Linie für wärmende Outdoorbekleidung im Winter wie zum Beispiel Handschuhe, Jacken oder auch Decken verwendet.

Die in der Beschreibung von Fleecebekleidung angegebenen Zahlenwerte beziehen sich auf die Qualität bzw. das Gewicht des verwendetetn Fleecestoffes. Er wird in g/m² (Gramm pro Quadratmeter) angegeben, übliche Angaben sind hierbei 100, 200 oder 300 g/m².

Das Erfolgsrezept von Fleece sind ganz einfach die perfekten Eigenschaften für diesen Veloursstoff.
Die Wäremeisolation bei entsprechend geringem Gewicht, wasserabweisend und schnellstrocknend, im Vergleich zu Schurwolle sehr weich und angenehm auf der Haut und vor allen Dingen recyclingfähig!

Die Nachteile im Vergleich zu Wolle sind eine statische Aufladung und die hohe Empfindlichkeit gegen Feuer bzw. Funken. Beim Lagerfeuer daher eher als Zwischenschicht zu empfehlen.

 

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